Das Projekt Chance gibt Schüler und Schülerinnen der Johannes-Landenberger-Schule des Berufsbildungswerkes Waiblingen Begleitung und Hilfestellung beim Übergang in die Ausbildung. Dies geschieht in einem Netzwerk mit Ehrenamtlichen.
Das Sozialministerium Baden-Württemberg hat im Rahmen der laufenden Europäischen Sozialfond Förderperiode ( ESF 3 ) eine Offensive zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit unter dem Motto „AKKU – wir laden Projekte“ auf den Weg gebracht.
Das Projekt sieht vor, Netzwerke für sozial benachteiligte junge Menschen zu schaffen durch gezieltes Integrationsmanagement und ehrenamtliches Engagement. Diese Netzwerke sollen auf örtlicher Ebene umgesetzt werden.
Zielgruppe des Projektes sind Schüler und Schülerinnen der einjährigen Sonderberufsfachschulklassen der Johannes-Landenberger-Schule – der privaten Sonderberufs- und Sonderberufsfachschule des Berufsbildungswerkes (BBW) Waiblingen.
Die Sonderberufsfachschule ist eine berufsvorbereitende Maßnahme für ehemalige Förderschüler. Die Schüler und Schülerinnen haben oft einen schwierigen sozialen Hintergrund. Lebenskrisen und Auffälligkeiten sind signifikant. Die jungen Menschen benötigen deshalb beim Übergang von der Schule in ein reguläres Ausbildungsverhältnis besondere Hilfen und Unterstützung.
Das Ziel des Projekts ist es, den Schülern und Schülerinnen der Sonderberufsfachschule Hilfestellung und Begleitung für einen erfolgreichen Übergang in die Ausbildungswelt zu bieten. Durch ein gezieltes Integrationsmanagement sollen die jungen Menschen motiviert und befähigt werden, eine qualifizierte Berufsausbildung aufzunehmen und in ihrer persönlichen Lebensgestaltung gefestigt werden.
Die Förderung erfolgt durch folgende Aktionen und Methoden:
• Eignungsanalyse und Bestandsaufnahme
• Individuelle Förderplanung
• Persönlichkeitsbildung
• Hilfen in besonderen Lebenslagen
• Förderung der Schlüsselqualifikationen
• Berufsinformation und Berufsorientierung
• Telefon- und Kommunikationstraining
• Ausbildungsplatzsuche
• Bewerbungstraining und Erstellung von Bewerbungsmappen
• Betriebserkundung und Vermittlung von betrieblichen Praktika
Damit die Integrationserfolge für den beschriebenen Personenkreis nachhaltig zu erreichen sind, werden Ehrenamtliche in diese Arbeit mit einbezogen.
Die Integrationsfachkraft gewinnt Ehrenamtliche für das Projekt und organisiert die Nutzung vorhandener regionaler Netzwerke (Vereine, Betriebe).
Die Ehrenamtlichen werden insbesondere bei folgenden Aufgaben herangezogen:
• Nachhilfeunterricht
• Ausbildungsplatzsuche
• Tipps für Arbeitsalltag
• Hilfe bei der Einbindung in regionale Strukturen und Vereine
• Hilfe bei der Freizeitgestaltung
• Hilfen in allgemeinen Lebensfragen
• Patenschaft im Sinne eines Mentoring
Es wird gemeinsam besprochen, welche Aufgaben ein Ehrenamtlicher übernimmt, je nach Neigung und Fähigkeiten.
Die Ehrenamtlichen werden von der Fachkraft beraten und in ihren Aufgabenbereichen fachlich unterstützt. Es finden regelmäßige Treffen statt, um das Vorgehen im aktuellen Integrationsprozess zu besprechen und zu planen.
Die Ehrenamtlichen haben die Möglichkeit zur Teilnahme an internen Fortbildungen des Berufsbildungswerkes.
Die Finanzierung des Projektes läuft vom 01.09.2005 bis 31.08.2007
Projektleiter im BBW Waiblingen:
Klaus-Dieter Wolf,
Sozialpädagogischer Leiter, Fon 07151 5004-247
Ansprechperson und Integrationsfachkraft:
Margarete Riedel, Fon 07151 5004-305
margarete.riedel(at)bbw-waiblingen.de
Berufsbildungswerk Waiblingen gGmbH
Steinbeisstr. 16
71332 Waiblingen
www.bbw-waiblingen.de